Unwetter im Mai 1952

 

Unwetter 1952

Am 30. Mai 1952 gegen 19.00 Uhr dieses Tages, es war der Freitag vor Pfingsten, wurde der Idarwald von der größten Naturkatastrophe seit Menschengedenken heimgesucht. Eine Windhose jagte von der „Gutenthaler Höhe“ durch den Wald, eine breite Schneise durch Buchen- und Fichtenwald schlagend, über Bruchweiler und Kempfeld, wo mehrere Häuser abgedeckt wurden. Der Schaden wurde auf etwa 20.000 DM und 1200 fm Holz geschätzt. Vielleicht hatte es Langweiler seiner günstigen Lage zu verdanken, daß es nur mit Hagelschauern im Bereich des Wütens der Elemente kam. Im Wald von Langweiler wurde vor allem der Distrikt Jagen 131 stark in Mitleidenschaft gezogen. An manchen Stellen waren durch die Wirbel regelrechte Karussells entstanden.

Auf einer der Aufnahmen (die dem Verfasser leider nicht vorliegt) ist eine Buche zu sehen, die mehr als 1 m Durchmesser hatte und dennoch glatt entwurzelt wurde.

Trotz des ungeheuren Schadens für die Allgemeinheit hatten durch diesen Windbruch die Holzfäller aus Langweiler in diesem Sommer reichlich Arbeit so daß die bittere Zeit der Arbeitslosigkeit in diesem Jahre sich auf einige Wochen beschränkte, ehe die Großbaustelle in Baumholder und Hoppstätten an der Nahe welche von der amerikanischen Besatzungsmacht errichtet werden, alle Arbeitskräfte aufsogen.